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Travel Diary Mallorca – Tag 1: Die ungeschönte Wahrheit

IMG_2665Wie ihr wohl bereits anhand meines Instagram-Feeds gesehen habt, war ich eine Woche lang auf Mallorca, um noch ein letztes bisschen Sommer zu genießen. Die meisten assoziieren die Insel wohl mit Alkoholexzessen und Ballermann-Partys, doch in Wahrheit bietet dieses kleine Plätzchen Paradies weit mehr als das: Zwischen türkisblauem Meer, weißen Sandstränden, zahlreichen Palmen und Kakteen reiht sich ein nettes spanisches Dörflein nach dem anderen und besticht mit viel Charme und hervorragendem Essen. Nur die Unterkunft sollte anfangs nicht so werden, wie wir uns das vorgestellt hatten…


Tag eins startete bereits um 3 Uhr nachts mit dem Läuten des Weckers. Müde, aber voller Vorfreude ging es eine halbe Stunde später Richtung Flughafen und kurz vor sechs Uhr segelten wir auch schon über das noch schlafende Wien hinweg.

Nach guten zwei Stunden Flug erreichten wir die bewölkte Baleareninsel und machten uns mit einem Shuttlebus auf den Weg zur Autovermietung. Flug und Hotel (mit Frühstück) hatten wir als Kombi-Angebot über expedia.at gebucht und auch den Mietwagen hatten wir bereits im Vorhinein reserviert. Mit unserem schwarzen Fiat 500 machten wir uns dann von Palma auf den Weg in den Norden der Insel: nach Cala Ratjada, wo unsere Unterkunft war. Auf halber Strecke begrüßte uns Mallorca schließlich mit Regen, umso größer war die Freude, als wir nach etwa einendhalb Stunden Fahrt und ein paar falschen Abzweigungen unser Hotel erreichten. Die Lobby sah bereits so aus, wie auf den Fotos im Internet: helle Farben und das Interior in Weiß und Türkis gehalten. Traumhaft!

Nach der kurzen Nacht und der anstrengenden Reise wollten wir nur noch Einchecken und ins Bett.


Und dann kam die weniger erfreuliche Nachricht: Wegen eines Wasserschadens war unser Zimmer nicht beziehbar und da das Hotel ausgebucht war, sollten wir für zwei Nächte in einem anderen Hotel im Ort wohnen. Als „Upgrade“ bekamen wir für diese zwei Tage Halbpension. Also zurück ins Auto und zum Ersatzhotel gefahren. Von außen sah es ganz okay aus, aber im Zimmer angekommen bestätigte sich meine schlimme Vorahnung, dass es uns hier nicht so gut gefallen würde wie im eigentlich gebuchten Hotel.

Statt einem normalen Doppelzimmer hatten wir hier zwar eine Art Apartment mit Wohnküche, dieses war jedoch schon etwas in die Jahre gekommen und einfach komplett konträr zu unseren Vorstellungen von der schönen, ansprechenden Urlaubsunterkunft, die wir eigentlich bekommen hätten sollen. Vollkommen übernachtig beschlossen wir uns vorerst einfach mal schlafen zu legen, in der Hoffnung, dass die Welt danach schon wieder ganz anders aussehen könnte.


Nach vierstündigem, komatösen Schlaf sah die Welt leider noch immer nicht anders aus. Im Gegenteil: Zur 90er Jahre Einrichtung kam noch hinzu, dass wir am Zimmer kein kostenloses Internet hatten und auch den Zimmersafe nicht kostenfrei nutzen durften – alles Dinge, die wir eigentlich in unserer Buchung inkludiert gehabt hätten.

Die Betten waren durchgelegen und quietschten bei jeder Bewegung, die Sofas waren ebenfalls abgesessen, sodass ich ungern darauf Platz nehmen wollte und an den Wänden hingen lieblos ein paar geschmacklose Bilder, die absolut nicht zum Rest der Einrichtung passten.

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Das Highlight an dieser Unterkunft war aber das Badezimmer mit rostigen Metallarmaturen und eine Dusche, die zwischen den Fliesenfugen schimmelte. Offensichtlich war zwar versucht worden, den Schimmel mit Bleichmittel zu verstecken, gelungen ist dies jedoch eindeutig nicht.

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Ich möchte an dieser Stelle erwähnen, dass ich davor schon in weitaus einfacheren Hostels, mit niedrigeren Hygienestandards übernachtet habe, zum Beispiel auf meiner Asienreise. Und ja, letztlich schläft man ja eh nur im Hotel. In diesem Urlaub hatte ich aber einfach etwas anderes gebucht, als wir hier bekommen haben, und natürlich auch mehr dafür bezahlt, als wir das damals während unserer Backpacking-Reise in Bangkok für ein Zimmer hinter der Küche hatten! Darum war der Frust über dieses Hotel eben auch so groß. Warum dieses Hotel also vier Sterne verdient hat, ist mir rätselhaft.

Einzig und allein die Terrasse war beeindruckend: Fast so groß wie das ganze Zimmer, auch wenn wir nicht genau wussten, was wir mit all dem Platz anfangen sollten, zumal sich auch keine Liegen oder dergleichen darauf befanden.

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Weiter ging es dann zum Abendessen, dass wir ja dazubekommen hatten. Dieses war leider auch nur mittelmäßig, das einzige, wofür ich das Hotel wirklich positiv bewerten kann, ist der sehr freundliche und zuvorkommende Service des Personals.

Um ein wenig Abstand von den Umständen zu bekommen, machten wir nach dem Abendessen einen kleinen Spaziergang zum Strand und bummelten anschließend durch die Ortschaft zum Hafen, wo wir uns dann auf ein Glas Sangria im Cafe Noah’s niederließen und den Abend sehr nett ausklingen lassen konnten.


Zu wissen, dass wir wenigstens nicht den gesamten Urlaub in dieser Unterkunft verbringen  müssten, war beim Schlafengehen zumindest ein kleiner Trost. Am nächsten Tag machten wir mit unserem Mietauto die Insel unsicher und fuhren in den Süden. So konnten wir den Ankunftsfrust hinter uns lassen und uns den wunderschönen Flecken Mallorcas widmen: Nämlich dem Strand von Es Trenc.


Wie unser Mallorca-Urlaub weitergegangen ist und was wir dort noch so alles erlebt haben, gibt es in Kürze hier am Blog zu lesen!

xoxo V-


Im Überblick:

Cala Ratjada

  • Hotel: Illot Suites & Spa Cala Ratjada – mich persönlich hat dieses Hotel leider nicht überzeugt, ich würde es daher auch nicht weiterempfehlen
  • Drinks: Cafe Noah’s (Avda Amèrica, 1-2, 07590 Cala Rajada)
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2 Comments

  • Reply Travel Diary Mallorca – Tag 2: Karibikfeeling | Vrban Diaries 5. Oktober 2015 at 12:17

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  • Reply Travel Diary Mallorca: Tag 3 Endlich Urlaub | Vrban Diaries 12. Oktober 2015 at 14:00

    […] drei unseres Mallorca-Urlaubs startete mit einem letzten Frühstück im Hotel unserer Nicht-Träume und anschließend packten wir unsere sieben Sachen wieder zusammen und machten uns auf den Weg zu […]

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