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Frequency Festival – 5 absolute Festival-Must-Haves

Frequency Festival 2008Heute startet wieder das FM4 Frequency Festival, welches seit neun Jahren ein Fixbestandteil meiner Sommer ist – nur dieses Jahr leider ohne mich. Die letzten Male dachte ich mir eigentlich schon immer „Ich bin zu alt für diesen Sch***“ und trotzdem konnte ich es nie lassen doch immer und immer wieder hinzufahren und eine Menge Geld für einen unverschämt hohen Kartenpreis hinzublättern. Aber meine Festivalerlebnisse waren immer einmalig und auch wenn mir dort die absurdesten Dinge widerfahren sind, so ist es für mich eigentlich unvorstellbar heuer nicht mit dabei sein zu können.

Zehn große Festivals hinterlassen natürlich ihre Eindrücke und darum habe ich eine Liste mit meinen fünf Festival-Must-Haves erstellt, ohne die ich auf kein mehrtägiges Musikfestival mehr fahren würde.


Feuchte Reinigungstücher

Festivals sind heiß, schmutzig und unhygienisch. Die Duschen oft überfüllt oder nicht funktionsfähig, die Toiletten ein Ort der Fäkalkunst, der Zeltnachbar ein Vollhorst, der in seiner Trunkenheit sein Bier über dich ergießt. Viele Gründe sprechen dafür sich Pflegefeuchttücher en masse mitzunehmen, denn auch wenn uns diese niemals das selbe Reinheitsgefühl wie eine Dusche vermitteln können, so zähle ich Feuchttücher zum allergrößten, unabdingbaren Luxus auf einem Festival bzw beim Campen.


Gaffa Band

Gaffa Band ist ein absoluter Alleskönner und das ulitmative Must-Have auf jedem Festival! Es ist mulitfunktional einsetzbar und kann lebensrettend sein – oder zumindest rettet es dein Festival. Loch im Zelt, die Pavillonstangen halten nicht oder du möchtest dir einen Regenschutz aus Müllsäcken basteln (dazu im weiter unten): die Liste der Dinge, die man mit dem Klebeband anstellen kann ist lang.


Müllsäcke

Der Großteil der FestivalbesucherInnen glaubt leider, dass das Festivalgelände eine offene Müllhalde ist. Hinfahren, drei Tage zwischen leeren Bierdosen, stinkenden Raviolidosen und Ungeziefer leben und danach wieder nach Hause fahren. Es erstaunt mich direkt, dass sich die Grünflächen jedes Jahr aufs Neue von diesen Unmengen an Müll erholen können. Obwohl jedeR FestivalbesucherIn beim Einlass mit einem Müllsack und einem 5-Euro-Einsatz zwangsbeglückt wird, schaffen es die wenigsten davon ihren ganzen Unrat auch wieder mitzunehmen. Nach mehrjährigem, konsequenten Nichtzumüllen meines Campingbereiches und zwei Jahren Green Camping kann ich aber auch sagen: Wer vier Tage von Dosenfutter und Fertigsnacks lebt, kommt alleine mit nur einem Müllsack nie und nimmer aus. Aus diesem Grund lohnt es sich eine Rolle stabiler 120l-Müllsäcke von zu Hause mitzunehmen. Für den eigenen Müll bedarf es zwar nicht unbedingt einer ganzen Rolle, aber diese lassen sich ja auch noch anderswertig einsetzen: Nämlich als Nonplusultra Regenschutz.

Müllsäcke haben mir schon oft ein verregnetes Festival gerettet. Nämlich als es tatsächlich drei Tage lang durchgeregnet hat und auch die Standard-Ausrüstung von Regenjacke und Gummistiefel nicht mehr ausreichend waren, weil die Jeans trotzdem nass wurden. In dieser Situation lernt man Müllsäcke in Kombination mit Gaffa-Band erst zu schätzen. Daraus lassen sich nämlich 100% wasserdichte Regenhosen basteln. Ein weiterer Vorteil: Sie halten bei 10 Grad im Regen auch schön warm.


Die richtige Kleidung

Ich sehe in Modemagazinen und auf Lifestyleblogs (Sorry – no offense) immer wieder Festivaloutfits, bei denen ich mich frage, wie man darin ein Festival überstehen soll (oder eher wie das Outfit das Festival überstehen soll). Die Rede ist hier von weißen, süßen Kleidchen im Boho-Stil kombiniert mit Riemchensandalen oder frechen Crop-Tops mit Fransen und Ballerinas – aber vielleicht denke ich da einfach zu pragmatisch.

Ein Festivaloutfit muss für mich vor allem folgendes sein: Praktisch, warm, wandelbar, unkompliziert und im Optimalfall natürlich auch irgendwie stylish – aber das steht nicht im Vordergrund.

Festivals stehen für Menschenmassen und bei Schlechtwetter auch für unheimlich viel Schlamm und unangenehme Kälte. Selbst wenn ich mich darum bemühen würde mein weißes Kleidchen sauber zu halten: Irgendein betrunkener (oder auch sonst hirnbefreiter) Vogel wird trotzdem Spaß daran finden es irgendwie zu verunreinigen. Riemchensandalen und Ballerinas sind zwar ganz süß – und von mir aus auch am Campingplatz tragbar -, aber am Konzertgelände echt gefährlich, wenn man ins Gedränge kommt. Und weil sich am Weg von Auto oder Zug zum Campingplatz jedes Gramm Gepäck im Rucksack in die Schultern hängt, habe ich über die Jahre meine Packliste optimiert. Hier die absoluten Must-haves:

  • Gummistiefel
  • Regenjacke – und hier nur eine die zu 100% aus dickem PVC ist, denn das ist das Einzige, das bei einem starken Unwetter trocken hält. Am Konzertgelände wird zwar oft Regenschutz ausgeteilt, aber den könnt ihr vergessen, da a) viel zu dünn und somit b) schnell kaputt und deshalb wiederum c) nicht wiederverwertbar und somit total umweltbelastend.
  • festes Schuhwerk
  • Jeans, einen dicken Pullover und eine dicke Jacke (ja auch im Sommer) – Ich habe Festivals erlebt, auf denen ich tagsüber im Fluss gesessen bin, weil es so heiß war und in der Nacht dachte ich, ich würde in meinen fünf Kleidungsschichten im Schlafsack erfrieren. Wie sehr es in der Nacht abkühlen kann, wird oft unterschätzt.
  • natürlich aber auch sommerliche Kleidung wie Shorts und T-Shirts

Festivaloutfit

1.Regenmantel von Dopodo über amazon.de  |  2. T-Shirt von Esprit über AboutYou  |  3. Jeans von Levi’s über Zalando  |  4. Kaputzenpullover von Fruit fo the Loom über amazon.de |  5. Schnürstiefletten von SPM über Zalando |  6. Rucksack von Herschel über Zalando | 7. Gummistiefel über amazon.de


Sonnenbrillen

Festivals gehören zu den wenigen Situationen, in denen es so gut wie unmöglich ist ungewöhnlich zu erscheinen und wo es völlig legitim ist auch nachts eine Sonnebrille zu tragen. Warum man das gerne tut, dafür gibt es viele Gründe: zu wenig Schlaf, zu viel getrunken, keine Lust zum Schminken und an sich hat das Festival deutlich seine Spuren im Gesicht einer jeden Person hinterlassen. Ein besseres Cover-Up als meine Sonnenbrille gibt es da eigentlich gar nicht.

RayBanClubmasterSonnenbrille Clubmaster von Ray-Ban über Zalando


Wer von euch ist heuer am Frequency Festival? Was sind eure absoluten Festival-Must-Haves?

xoxo V-

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2 Comments

  • Reply Eleanor 4. September 2015 at 16:08

    Ich find den Beitrag super. Jedesmal wenn ich mir die Outfit Vorschläge von manch anderen Bloggern angesehen habe, dachte ich mir ich hoffe es lässt sich davon niemand inspirieren und geht wirklich so los 😉 Bisschen funktional muss das ganze halt schon sein. Sonst ärgert man sich nur, wenn das weisse Häkelkleid schon nach den ersten 3 Liedern dreckig ist und einem die Füße in den Ballerinas weh tun 😉

    • Reply vrbandiaries 4. September 2015 at 18:22

      Danke! Genau das Gleiche dachte ich mir auch über diese Outfit-Vorschläge 😉

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