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Über Anhäufungen, schlechte Angewohnheiten und gute Vorsätze

Das Wochenende habe ich genutzt um mich ein wenig von den Feiertagen zu erholen, aufzuräumen und zu putzen. Dabei konnte ich es nicht lassen ein wenig gründlicher aufzuräumen als sonst – immerhin geht ein Jahr zu Ende und da möchte man nicht mit Leichen im Keller ins Neue starten. Also bin ich jede Schublade und jede Schachtel durchgegangen und habe recht bald eine ziemliche Krise bekommen. Es ist unglaublich wie viel Zeug ich habe. Noch schlimmer fand ich, dass ich ein paar Stunden zuvor noch mehr Dinge online bestellt hatte.

Also habe ich mich durch das ganze Zeug durchgewühlt und begonnen auszusortieren. Ich habe zum Beispiel eine Schachtel gefunden, in der sich Kleidungsstücke befinden, die einen Fehler haben (Loch, abgefallener Knopf etc.). In der Annahme, dass ich das Zeug irgendwann mal flicken würde, habe ich sie in dieser Box verstaut und in irgendeine Lade gestopft – nach dem Motto: Aus den Augen aus dem Sinn bzw. Mach ich später…

Diese Schachtel habe ich mir hergenommen und mal ausgeräumt. Zwei Teile mussten daran glauben – die werden entsorgt. Wieso kann ich mich nicht von einem löchrigen Oberteil trennen, das ich seit acht Jahren besitze? Noch dazu, wenn es Löcher hat, die man so oder so nicht mehr flicken kann. Also weg damit. Dann habe ich mir aber drei Teile hergenommen und abgefallene Knöpfe angenäht. Das hat mich noch nicht mal eine halbe Stunde gekostet und die Sachen sind wieder wie neu. Ich möchte nicht wissen, wie viel Zeit verloren geht an einem Nachmittag, an dem ich die Mariahilfer Straße rauf und runter pilgere, auf der Suche nach noch mehr Dingen, die ich mir kaufen könnte. Geschweige denn Abende, an denen ich vorm PC sitze und mich durch Onlineshops klicke.

Ich weiß: Es ist ein Luxusproblem und es ist nicht so, dass ich nicht schon mal an diesem Punkt gewesen wäre. Im Gegenteil: Vor einem Jahr hatte ich mir vorgenommen 2014 nur eine bestimmte Summe für Kleidung und dergleichen auszugeben. Inspiriert hatte mich damals der Blog und das Buch Ich kauf nix!: Wie ich durch Shopping-Diät glücklich wurde. Spätestens als ich dann in New York war, hatte ich diesen Betrag aber schon lange überschritten. Hat also nicht funktioniert.


Da sich das Jahr in wenigen Tagen dem Ende zuneigt, könnte ich die Gelegenheit eigentlich nutzen um über „Vorsätze“ für 2015 nachzudenken. Eigentlich bin ich kein großer Fan von diesen „Vorsätzen“, weil ich finde, dass man sich damit nur selbst belügt. Ich weiß auch genau, dass ich damit gar nicht glücklich wäre mich dazu zu zwingen überhaupt nichts mehr zu kaufen. Also versuche ich es heuer etwas realistischer.

Was das Anhäufen von Konsumgütern betrifft habe ich mir überlegt folgende Ziele für das kommende Jahr zu setzen:

  • Jede Woche etwas Kaputtes reparieren.
  • Regelmäßig eine Kaufpause machen.
  • Das viele angesammelte Zeug endlich verscherbeln über willhaben, Kleiderkreisel etc.
  • Wieder lernen auf eine große Sache zu sparen.
  • Erst mal die Bücher lesen, die ich schon habe, bevor ich mir wieder neue bestelle (Heute habe ich mir nämlich Bücher bestellt, auf die ich mich trotzdem sehr freue. Bücher sind in meinen Augen nie eine schlechte Investition, aber halt nur dann, wenn man sie auch liest und nicht bloß anhäuft.).
  • Wenn etwas gekauft wird, dann lieber gebraucht als neu.

Ich glaube, dass das durchaus realisierbare Ansätze sind und bin schon gespannt, wie es mir damit in der Umsetzung gehen wird.

Was sind eure „Neujahrsvorsätze“ bzw. Ziele für das kommende Jahr?

xoxo V-

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