Schmankerln

Last-Minute DIY Geschenktipp: Honiglebkuchen

Nur noch fünf Tage bis Weihnachten! Während ich heuer schon so gut wie alle Geschenke für meine Lieben besorgt habe, quält sich die eine oder andere vermutlich noch mit der Frage, was man nur schenken könnte. Hier ein Last-Minute DIY Geschenktipp, der wenig kostet, gut aussieht und von Herzen kommt:

Honiglebkuchen

Lebkuchen3

Letzte Woche habe ich nochmal eine kleine Backsession abgehalten. Nicht nur mir schmecken die selbstgemachten Lebkuchen total gut, sondern es bleibt bei einmal Backen auch noch reichlich übrig, um sie zu verschenken. Wer also nicht weiß, womit man Oma, Opa, Urstrumpftante eine Freude machen könnte, kann es ja hiermit probieren.

Auch als kleine Aufmerksamkeit für die Kollegen bei der Firmenweihnachtsfeier oder für den Freundeskreis eignen sich die kleinen Kunstwerke.


Alles was ihr dafür braucht sind die nötigen Zutaten (siehe weiter unten), mindestens drei Stunden Zeit fürs Backen und Verzieren (Achtung: angerührter Lebkuchenteig braucht außerdem min. zwei Stunden Ruhezeit!), Ausstechformen und Dekorationsutensilien.

Außerdem benötigt ihr:

  • natürlich ein funktionierendes Backrohr
  • eine Küchenwaage
  • einen Mixer inklusive Knethaken
  • eine große Schüssel
  • Backpapier
  • Küchenfolie (oder Jausensackerl)
  • ein Nudelholz (oder eine saubere Weinflasche)
  • Spritzbeutel (oder Jausensäcke)

Rezept: Honiglebkuchenteig

  • 100g Honig
  • 30g Butter
  • 50g brauner Zucker (im normaler Zucker geht auch, dann wird die Farbe allerdings nicht so schön)
  • 250g Mehl
  • 1 EL Kakao (für die Farbe)
  • 1 EL Backpulver
  • 2 EL Lebkuchengewürz
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • einen Schuss Cointreau (oder ein paar Tropfen Orangensaft)

Honig, Butter, Zucker und Salz kommen in einen Topf und werden erhitzt, bis das Ganze flüssig ist. Anschließend wird die Masse in eine große Schüssel geleert und kurz stehen gelassen. Wenn das Ganze bereits abgekühlt ist, wird ein Ei reingeschlagen und darin verrührt (Achtung: das Ei wirklich erst dann dazugeben, wenn die Honigmasse nicht mehr heiß ist, sonst gibt es Eierspeise in der Schüssel und ihr müsst nochmal von vorne beginnen!). Anschließend werden die restlichen Zutaten beigemengt und der Teig wird mit dem Mixer (Knethaken) fertiggestellt. Wenn alles gut vermischt und nach einem schönen braunen Lebkuchenteig aussieht, wird die Masse in eine Küchenfolie gepackt (Jausensackerl geht auch) und für mindestens zwei Stunden kaltgestellt.

Nach dem Kaltstellen sollte der Teig ein schöner fester Klumpen sein, der nun auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche nochmal manuell durchgeknetet wird. Formt den Teig nun zu einer Kugel und beginnt ihn mit dem Nudelholz (oder einer sauberen Weinflasche) auf eurer Arbeitsfläche auszurollen. Je nach gewünschter Teigdicke könnt ihr nun mit dem Ausstechen beginnen. Wenn ihr keine Ausstechformen zu Hause habt könnt ihr auch ein Schnapsglas nehmen.

Wollt ihr die Lebkuchen zB. als Christbaumanhänger verschenken, dann vergesst nicht ein kleines Loch reinzumachen, so lange der Teig noch roh ist. Nach dem Backen gestaltet sich das ganze Prozedere nämlich etwas schwieriger. Dafür verwende ich ein Essstäbchen aus Holz vom Japaner – Stricknadel, Grillspieß oder Zahnstocher sind ebenso dafür geeignet.

Bevor die Lebkuchen ins Rohr kommen, kann man sich jetzt schon ein bisschen um die Optik kümmern: Wenn man sie beispielsweise mit Eigelb bestreicht, bekommen sie nach dem Backen einen schönen Glanz. Zuckerperlen, Mandeln etc. kann man ebenso jetzt schon reinstecken, so lange der Teig noch weich ist. Hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten, ich bevorzuge hier aber eher das Dekorieren nach dem Backen mit Zuckerglasur oder Kuvertüre.

Die ausgestochenen Lebkuchen auf ein mit Backpapier ausgekleidetes Blech legen und ab in den Ofen. Da ich einen Gasherd zu Hause habe, werden die Lebkuchen auf oberster Schiene bei Stufe vier für acht Minuten gebacken. Stufe vier entspricht in etwa 200 Grad. Wenn die Lebkuchen nach acht Minuten noch nicht fertig aussehen, gebt ihnen noch zwei weitere Minuten.

Nach dem Backen müssen die Lebkuchen unbedingt vom heißen Blech runter, ansonsten beißt man sich später daran die Zähne aus.


Dekorieren

Nach dem Abkühlen startet der eigentlich spaßige Teil des Ganzen: das Dekorieren. Hier könnt ihr euch austoben und eurer Kreativität freien Lauf lassen. Ich habe mich heuer in Mops- und Fashioncookies probiert und nach den Farben Weiß, Pastellrosa und Pastelltürkis verziert. Dafür verwende ich selbst gemachten Zuckerguss, der anschließend auch mit Lebensmittelfarbe eingefärbt werden kann.

Hierfür braucht ihr:

  • 200g Staubzucker
  • 1 ausgepresste Zitrone
  • 1 Eiweiß

Mit dem Mixer einfach steif schlagen und in Spritzbeutel umfüllen (ich nehme Jausensackerl, in die ich in einer Ecke ein kleines Loch reinschneide. Das mag nicht besonders umweltschonend sein, aber ich erspare mir damit das mühsame Reinigen eines Spritzbeutels).

Lebensmittelfarbe, die ein bisschen mehr kann als Rot-Gelb-Blau-Grün, findet man in Wien beispielsweise bei „Alles Torte“ (www.allestorte.at) im zweiten Bezirk. Dort habe ich auch Zuckerperlen, essbaren Schimmerstaub und Goldglitzer bekommen.

Lebkuchen2

Wenn ihr fertig mit dem Dekorieren seid, lasst den Zuckerguss trocknen. Zum Verpacken nehme ich eine Geschenkfolie, die ich in Quadrate schneide (je nachdem wie viele Päckchen es werden sollen). Dann werden darauf mittig die Lebkuchen platziert, alle vier Ecken der Folie zusammengefasst und mit einem Geschenkband zusammengebunden. Fertig ist das Lebkuchenpäckchen. Zur Aufbewahrung eignen sich natürlich auch Keksdosen und dergleichen.


Hier noch ein Tipp, falls die Lebkuchen zu hart geworden sind:

Die Lebkuchen werden wieder weich, wenn man sie über Wasserdampf hält, oder aber wenn man eine Apfelschale mit in die Keksdose gibt. Prinzipiell schmeckt Lebkuchen besser, wenn er schon ein paar Tage alt ist und Zeit hatte nachzuziehen.

Lebkuchen1

Ich wünsche gutes Gelingen!

xoxo V-

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